Montag, Juli 31, 2006

Da ist man mal ueber's Wochenende nicht da... [Update]

und schon kommt einem Statler zuvor.

[Update]
Liza hat sich auch mal wieder einige tiefgehenden Gedanken dazu gemacht.

Donnerstag, Juli 27, 2006

"Ick kann jar nich soviel fressen,

wie ich kotzen möchte!"

Wie treffend...

Dienstag, Juli 18, 2006

Der Grund, warum Israel einer UN-Eingreiftruppe skeptisch gegenuebersteht. [Update]

Hezbollah at UN camp
Gefunden bei den FdoG

[Update]
Und warum sie von einem Waffenstillstandsabkommen nicht all zu viel halten, versucht Lila direkt vor Ort zu erklaeren.

Montag, Juli 17, 2006

Die Suche nach den Schuldigen ist abgeschlossen.

Es ist mal wieder so weit. Nach einiger Zeit der relativen Ruhe, die einzigen Querelen gab es - wie gehabt - zwischen Israel und der PA, ist wieder ein weiteres Land in den Nahost-Konflikt verwickelt und wiedereinmal ist der Schuldige vor der Weltgemeinschaft ausgemacht: Israel.
Jetzt kann man sich - verstaendlicherweise - fragen, ob die Entfuehrung zweier Angehoeriger der israelischen Streitkraefte die Reaktion Israels rechtfertigt.
Bevor diese Frage aber nun geklaert werden soll, ist es vielleicht gar nicht mal so verkehrt, sich die Situation etwas genauer anzuschauen. Israel hat sich vor 6 Jahren aus dem Suedlibanon zurueckgezogen, was der Hisbollah aber auch nicht recht war. Sie verlangte ein Zugestaendnis, quasi einen moralischen Sieg, in Form der 35km^2 messenden Shebaa Farms. Dieses Gebiet steht nun allerdings nicht der Hisbollah bzw. dem Staate Libanon zu, sondern Syrien. Von Israels Seite aus waeren nun also alle Ansprueche des Libanons abgegolten, nicht aber aus Sicht der Hisbollah. Vermutlich unter der Praemisse, einen Zweifronten-Krieg heraufzubeschwoeren, offiziell aber, um einen Gefangenenaustausch zu erzwingen, griff die Hisbollah am 12. July einen israelischen Posten in den Shebaa Farms an, wobei acht Soldaten getoetet und zwei weitere entfuehrt wurden.
Die israelischen Streitmaechte reagierten auf diesen Uebergriff, der durchaus als Kriegshandlung zu werten ist, und die auf die israelischen Reaktionen folgenden Raketenangriffe, mit der Bombardierung von Hisbollah-Stellungen im Suedlibanon und Beiruts, der Zerstoerung der libanesischen Infrastruktur und einer Seeblockade.
Vordergruendig erscheint die Reaktion Israels ueberzogen, was waere nun aber die Alternative? Sich wiederholt auf Gefangenenaustausche einlassen? Diplomatische Bemuehungen anstrengen? Nichts tun und sich weiter von Raketen beschiessen lassen? Obwohl die Hisbollah nur ca. 20% der Regierung stellt, stehen sowohl der suedliche Libanon als auch die Hauptstadt Beirut unter ihrer Kontrolle. Die Angriffe Israels zielen in erster Linie darauf ab, Hisbollah-Milizen unschaedlich zu machen. Da diese allerdings aus dem Schutze der Bevoelkerung heraus agieren, sprich, ihre Stellungen auch in Wohngebieten haben, stehen die Israelis vor einem Dilemma: dem der menschlichen Schutzschilde. Dies versucht man durch den Abwurf von Flugblaettern, die zum Verlassen der betroffenen Gebiete auffordern, etwas abzumildern. Zum anderen erhofft man sich durch die Aktionen ein Umdenken in den Teilen der Bevoelkerung, die nicht bedingungslos hinter der Hisbollah stehen. Hier tut sich aber nun die naechste Schwierigkeit auf: In einer Gegend, die nicht unbedingt pro-israelisch - oder gar: pro-juedisch - eingestellt ist, in der im Radio zur Vernichtung Israels aufgerufen wird, wird man sich durch dieses Vorgehen leider keine Unterstuetzung in besagten Teilen der Bevoelkerung zusichern. Es besteht - ganz im Gegenteil - die Gefahr, dass sie sich mit dem augenscheinlich kleineren Uebel verbuenden oder zumindest mit ihm sympathisieren.
An und fuer sich waere dieser Zustand gar nicht so schlimm, wenn zumindest die westlichen Zivilisationen auch dem Libanon und ganz besonders der Hisbollah auf die Finger hauen wuerden. Leider sieht es im Moment so aus, dass die einzigen Laender, die dafuer einstehen, die USA und Gross-Britannien sind. Ansonsten hoert man nur das allseits bekannte Geschwaetz der Verhaeltnismaessigkeit der Taten Israels, ganz besonders natuerlich aus Russland und - was eigentlich erschreckend ist - aus Europa.
Wie viele Zugestaendnisse soll Israel noch machen? Sie haben sich aus dem Gazastreifen zurueckgezogen, ohne dass es einen positiven Effekt gehabt haette. Ganz im Gegenteil: Der Dank war ein palaestinensischer Buergerkrieg und der Beschuss israelischer Siedlungen mit Kassem-Raketen. Israel hat sich aus Suedlibanon zurueckgezogen. Der Dank ist eine neuerliche Aggression der Hisbollah und die Aechtung der Weltbevoelkerung. Ist das wirklich notwendig? Sollte es wirklich im Interesse der Weltgemeinschaft sein, ein Land von der Landkarte getilgt zu sehen, dessen Einwohner schon seit Jahrtausenden dort ansaessig sind? Sollte dem so sein, dann sollte man dem Irren von Bagdad doch das Recht zugestehen, Atombomben zu bauen. Da sowohl die Hamas als auch die Hisbollah iranische Unterstuetzung geniessen, sollte das dann ganz schnell gehen. Andererseits besteht noch die Hoffnung, dass die israelischen und vor allem die US-amerikanischen Streitkraefte ein gewisses Mass an Respekt sogar in einer so feindlichen Umgebung wie dem Nahen Osten geniessen - und sei es auch nur der Respekt vor einem uebermaechtigen Feind.
Und ganz tief in mir drin hege ich die leise Hoffnung, dass Vernunft und Aufklaerung auch in der islamischen Kultur Fuss fassen koennten.

Dienstag, Juli 11, 2006

Links, links, links, zwo, drei, vier...

Oder vielleicht doch nicht? Kleine Denksportaufgabe am Rande.
Horst Mahler laesst gruessen.

Mittwoch, Juli 05, 2006

Hitlervergleiche

Ab und an ist es doch ganz herzerfrischend, wenn man seine extern eingetrichterte Meinung ueber gewisse Sachverhalte revidieren kann. Diese Erfahrung habe ich ebenfalls mit der FAZ von 4.7.06 machen duerfen, in der ein Interview mit der Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma veroeffentlicht wurde. Es handelt sich hierbei selbstredend um Alice Schwarzer, das Thema ist, wie sollte es anders sein, Frauenrecht, in erster Linie das Frauenrecht bzw. das Bild der Frau im Islam. Nun ist es natuerlich weiterhin moeglich, dass es sich bei Frau Schwarzer um eine knallharte Emanze handelt, die am liebsten jeden Mann an seinem besten Stueck am naechsten Baum aufgehangen sehen moechte, allerdings konnte sich diese Theorie bei mir schon nach einem ihrer TV-Auftritte und noch weniger nach dem Lesen des Interviews nicht manifestieren.
Was war es nun, das dieses Umdenken bei mir bewirkte? Angefangen bei der Anprangerung des Kopftuchgebotes (Pflicht?) im islamischen Glaubenskreis als Brandzeichen fuer Menschen zweiter Klasse - sie zieht Vergleiche zum Judenstern - und dem Unverstaendnis, warum in Deutschland in diesem Bereich Ausnahmen gemacht werden sollten, die in anderen europaeischen Laendern mit mehr oder minder grossen muslimischen Minderheiten oder auch in gemaessigt islamischen Laendern (z.B. Tuerkei) gar keiner Diskussion wuerdig sind, dem Ausprechen eines generellen Verbotes von Kopftuechern in Kindergaerten und Schulen fuer Lehrerinnen *und* Schuelerinnen zur Emanzipation von archaischen Wertevorstellungen bricht sie eine Lanze fuer die Integration von Kindern mit - wie es so schoen heisst - Migrationshintergrund in 50:50 gemischt auslaendisch/deutsche Klassen zum gegenseitigen Kennenlernen der Kulturen (vordergruendig um der Daemonisierung der "Unglaeubigen" und dem Mythos des dekadenten Westens entgegenzuwirken). Sie vertritt weiterhin die Meinung, dass radikale Elemente nichts an einem Verhandlungstisch zu suchen haetten, eine Praktik, die man eigentlich schon im Zusammenhang mit der NPD und - bis vor kurzem - der Hamas erlebte, und dass wieder viel mehr Augenmerk auf westliche Werte und Wertevorstellungen gelegt werden solle. Auch Frau Schwarzer sieht die aufkommenden oder bereits existierenden Probleme in der uebermaessigen Toleranz, die in den letzten Jahren gegenueber eigentlich verfassungsfeindlichen Gesinnungen ausgeuebt wurde.
Ein weiterer Aspekt ist der Chauvinismus einiger Kulturen - neben dem Islam werden auch Russlanddeutsche genannt - der dazu fuehrt, dass Frauen sich voll und ganz dem Mann zu unterwerfen haben, was dann wiederrum mit den vorhandenen archaischen Wertevorstellungen und eventuell vorhandenem Freiheitsdrang der weiblichen Familienmitglieder in heimischer Gewalt oder auch den sogenannten Ehrenmorden muendet.
Interessant war auch die Schilderung ihres Besuchs zwei Wochen nach der Machtergreifung des Mullah-Regimes im Iran. Schon zu diesem fruehen Zeitpunkt - die Revolutionaere waren noch siegestrunken - gab es schon Hilferufe iranischer Frauen an franzoesische Intellektuelle. Der Hintergrund war der, dass es genaue Vorstellungen ueber den Staat nach der Revolution gab: Die Inkraftsetzung der Shari'a mit allem, was dazugehoert. Hier nun kommt der eigentliche Hitlervergleich: Sowohl die Mullahs und ihre Unterstuetzer als auch Hitler haben fruehzeitig ihre Plaene offengelegt. Konnte man und kann man wirklich noch sagen, man hat von nichts gewusst? Ja, vermutlich, wenn man sich nicht fuer die Sache interessiert, was solange der Fall ist, wie nicht die Schergen vor der Tuer stehen und ein Gewehrlauf auf einen gerichtet ist. Kann man sagen "So schlimm ist/war es doch gar nicht"? Das wohl eher nicht. Sobald die Welt um einen herum in Unrecht und Willkuer zerfaellt, sollte es wirklich langsam an der Zeit sein, zu handeln. Die Augen verschliessen hilft nicht, die Probleme zu beseitigen.

Koehler gratuliert Lukaschenka

Ich hielt bisher sehr viel von unserem Bundespraesidenten. Dass er sich allerdings dazu herablaesst, den letzten europaeischen Diktator zum National- und Unabhaengigkeitstag zu gratulieren, empfinde ich persoenlich als Verhoehnung der Opfer dieses Regimes und eines Staatsoberhauptes eines selbsternannten demokratischen Vorzeigestaates nicht wuerdig.

Geschichtsaufbereitung gone wrong

In der FAZ vom 4.7.06 gibt es auf der Titelseite einen kleinen Artikel, in dem die Forderung von Charlotte Knobloch (Vorsitzende des Zentralrats der Juden) abgedruckt wurde, ein zusaetzliches Pflichtfach "Nationalsozialismus" in den Schulen einzufuehren.An und fuer sich finde ich es nicht verkehrt, dieses Thema ausfuehrlich im Unterricht zu behandeln, wenn ich mich allerdings an meine Schulzeit zurueckerinner, bestand ein Grossteil des Geschichtsunterrichts eben gerade aus diesem Thema (und einer ziemlich einseitigen Betrachtung dessen).
Ich weiss nun nicht, was der Lehrplan fuer Haupt- und Realschule diesbezueglich vorsieht, meine Meinung ist aber, dass man kein allzugrosses Augenmerk auf den Nationalsozialismus an sich legen sollte, sondern vielmehr den 2. Weltkrieg und totalitaere Staaten bzw. Staaten, die sich des mehr oder weniger systematischen Voelkermords schuldig gemacht haben, viel mehr beleuchten sollte. Immerhin laesst sich der 2. WK nicht alleinig auf Deutschland reduzieren. Was geschah im Vorfeld in der Welt, was geschah danach, was geschah waehrenddessen? Was waren die eigentlichen Ursachen fuer den Kriegseintritt der USA, was geschah in der Mandschurei, wie hoch war der Death Toll in der frueheren Sowjetunion, wie konnte Pol Pot innerhalb kuerzester Zeit ein viertel seiner Bevoelkerung eliminieren und warum sollten Mao und Che keine Vorbilder fuer kommende Generationen sein.
Ich verlange hier keine Relativierung oder gar Verniedlichung des NS-Regimes, ich verlange nur einen objektiveren Umgang mit der Geschichte.

Dienstag, Juli 04, 2006

Und mal fix die Stellungnahme der Gegenseite...

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