Gestern war es dann soweit. Das Auto war angemietet und ich stand Stunde zu frueh beim Autovermieter, um dann auch rauszufinden, dass in der Schweiz momentan noch generelle Winterreifenpflicht besteht und der Astra, den ich haette bekommen sollen, der aber noch nicht da war, nur Sommerbereifung hat. Ich mein, es ist ja Fruehling, ne?
Gluecklicherweise sind die Jungs ja flexibel und ich erhielt einen Opel Combo (Hundefaenger auf Corsa-Basis) mit einem 1,7er Diesel und Winterreifen und das quasi zu Nullzeit (also sofort) und fuer einen guenstigeren Preis als ich fuer den Astra bezahlt haette. Was will man mehr?
Da ich versprochen hatte, vor dem Mittagessen in der Schweiz zu sein (270km/Strecke), begab ich mich auf dem kuerzesten Wege auf die Autobahn und versuchte, die winterreifen-induzierte Hoechstgeschwindigkeit von 190km/h so oft wie moeglich zu erreichen. Geschafft habe ich es effektiv nur einmal, und das wohl bergab mit Rueckenwind. Ansonsten pendelte sich das Tacho bei 180 ein (in einem richtigen Auto eine angenehme Reisegeschwindigkeit, in einem Combo stressig, aber ich hatte es ja eilig).
Irgendwo auf der A5 zog ich mir dann einen Steinschlag zu, der natuerlich auf Selbstbeteiligung geht, und an der schweizer Grenze eine Vignette. Nachdem ich zuerst in einem glorreichen Akt von Blindheit meine Ausfahrt verpasste und mich spaeterhin auch noch in dem Dorf, in das ich musste, dreimal verfahren hatte und nach dem Weg fragen musste, war ich dann doch um 11:15 Ortszeit vor Ort. Handy gezueckt, Kontaktperson angerufen, ein paar Minuten gewartet und schon kam er mit einem kleinen Karren mit dem Rechner drauf auf den Parkplatz. Kurz begruesst, ein bisschen geschnackt, das Biest in den Kofferraum gehievt (Junge, ist das Teil schwer!) und nach einer viertel Stunde war der Spuk vorbei und ich wieder auf dem Weg zur Grenze.
Da ich nun nicht mehr unter Zeitdruck stand, liess ich die Rueckfahrt gemaechlicher, sprich bei fahrzeuggemaesser Reisegeschwindigkeit von 130km/h, angehen.
Wieder in Stuttgart angekommen, musste ich erstmal die Tankreserveleuchte ausmachen, danach nach Hause fahren und den Rechner ausladen und - da ich ausser Basteln nichts weiter vorhatte, das Auto zurueckbringen.
Gegen 16:00 stand ich also wieder vor dem freundlichen Herren in der Autovermietung, der mich erstmal fragte, ob ich nicht eigentlich in die Schweiz wollte und was ich denn schon wieder hier mache. Nachdem ich ihm auch noch beichtete, dass ich unterwegs einen Steinschlag abbekommen hatte, bin ich, da ich eh schon in der Stadt war, gleich mal zum Tauschbuero gegangen und habe meine Slotys und Franken in harten, deutschen Euro getauscht *hust*. Anschliessend bin ich dann noch zu K&M geschlendert, um nachzuschauen, ob denn mein
KVM-Switch inkl. Verkabelung endlich da sei. Ich verlies den Laden 37EUR leichter und zwei Tueten schwerer.
Da mein Fruehstueck nun doch schon einige Zeit zuruecklag, ueberlegte ich, wo ich mit moeglichst wenig Umweg einen Doener essen gehen koennte. Die Empfehlung eines Kumpels habe ich nicht mehr gefunden und mein Stammdoener war mir zu dem Zeitpunkt zu weit weg. Also machte ich mich auf den Weg zu einer Alternative, die mich bisher zwar weniger durch die Qualitaet aber doch zu einem gewissen Masse durch den Preis ueberzeugte. 2EUR fuer einen Doener waren bisher gar nicht so uebel. Nun ja, ich bezahlte 3,50EUR fuer einen Putendoener, der noch genauso schlecht schmeckte wie bisher. Ich weiss damit zumindest schonmal, wo ich nicht mehr essen gehe.
Zuhause angekommen, musste ich natuerlich gleich mal mein neues Spielzeug ausprobieren. Sicherheitshalber dachte ich, dass ich die Alpha doch mal an den Stromkreis der Waschmaschine anschliessen koennte, damit - falls die Elektrik dem Strombedarf des Biestes nicht gewachsen sein sollte - nicht gleich meine restlichen Verbraucher in Mitleidenschaft gezogen wuerden (eine Wohnung mit zwei Sicherungen ist echt toll!). Es war eine weise Entscheidung. Kaum dass ich den Stecker in die Steckdose steckte, flog die Sicherung. Kein Einschalten, kein nichts, nur die Verbindung zum Stromkreis hergestellt. Tolle Wurst. Als Uebeltaeter entpuppte sich bei genauerer Examinierung des Systems eines der beiden Netzteile. Nur wo bekomme ich jetzt so ein Powermodul zu einem vernuenftigen Preis her?
Egal, das war ja nun nicht das einzige Spielzeug, das an diesem Tage Einzug in meine Wohnung gehalten hatte. Da gab es ja noch den KVM-Switch. Da musste ich allerdings beim Auspacken feststellen, dass die Kabel nicht zum Switch passen, womit wir fuer am Ende des heutigen und bei der Ueberschrift des letzten Eintrages waeren:
Nur einmal mit Profis...Bilder von dem Rechner gibt es uebrigens
hier.
P.S.: Die Kosten fuer das Teil belaufen sich auf 1x Mietwagen, 1x Tanken, 1x Vignette und 1x Selbstbeteiligung fuer die Scheibe. Doch noch ein teurer Spass...