Donnerstag, März 30, 2006

*gasp*

So, ich habe die Rechnung von AVIS ueber die Fahrt in die Schweiz bekommen. Knappe 510EUR. Das Positive daran ist, dass meine Kreditkarte damit belastet wird, was mir ein bisschen Zeit einraeumt. Andererseits ist das natuerlich ein ganzer Haufen Geld und das relativiert natuerlich meinen urspruenglichen Eindruck, dass es sich bei der ganzen Aktion um ein Schnaeppchen haette handeln koennen, zumal der Server ja noch ein Netzteil benoetigt, das - sofern man es denn ueberhaupt ranbekommt - auch nicht gerade billig ist.
Tja, das hat dann wohl zum Effekt, dass ich den Server, so bloed das auch ist, wohl auf eBay verticken werde (und hoffe, dass die Kalkulation aufgeht...).

Mittwoch, März 29, 2006

Prioritaeten

Waere ich vernuenftig, waere ich zuhause geblieben. Bin ich aber nicht. Ich hab mich heute mal wieder in die Stadt gewagt, hinaus ins Sonnenlicht, um zum einen meinen vaeterlichen Bekannten - oder kann man da schon Freund sagen? - zu besuchen und anschliessend das wunderschoene Wetter zu geniessen. Nach einem kurzen Check an der Bank und der Feststellung, dass das hiesige Finanzamt mit Ueberweisungen von Guthaben immer sehr schnell ist, entschloss ich mich zum einen, etwas Geld abzuheben und zum anderen, mir eine Monatskarte fuer die Oeffentlichen Verkehrsmittel zu goennen.
Anschliessend fuhr ich dann endgueltig in die Innenstadt, machte bei WOM einen Abstecher, wo ich mit Depeche Modes "Playing the Angel", Jethro Tulls "Aqualung" und Leftfields "Leftism" fuer zusammen 20EUR wieder herausstolperte.
Da mir aber auch nach toten Baeumen geluestete, besuchte ich auch gleich noch die Hauptstelle des groessten Buchhaendlers in town. Diesen verliess ich um James Joyces "Dubliners" und Oscar Wildes "The Picture of Dorian Grey" reicher und 7EUR aermer. Das liebe ich so an englischen Buechern: Sie sind schweinebillig. OK, sie sind qualitativ vielleicht nicht so hochwertig wie ein deutsches Paperback, aber wenn ich Qualitaet will, greife ich eh zum Hartband.
Alles in allem wieder ein erfolgreicher Beutezug.

The most shocking thing I've read today...

...and the day just started:

This area of Pennsylvania was founded by Moravians in the mid 1700's.
I live in Bethlehem http://www.bethlehempaonline.com/ , and nearby, we
have Bath and Emmaus. The Amish settled about 30 miles west and picked
city names like Intercourse, Blue Ball, Virginville, and Bird in Hand.
William Bader in comp.os.vms

Further research showed that he was not bullshitting.
I would have never thought that Amish were having some sense of humor.
Obviously they do...

Freitag, März 24, 2006

Wer den Sozialismus immer noch nicht verstanden hat,

dem sei dieser Link empfohlen.

Gefunden bei Statler & Waldorf

Donnerstag, März 16, 2006

Pick-Up Day / Hit'n Run

Gestern war es dann soweit. Das Auto war angemietet und ich stand Stunde zu frueh beim Autovermieter, um dann auch rauszufinden, dass in der Schweiz momentan noch generelle Winterreifenpflicht besteht und der Astra, den ich haette bekommen sollen, der aber noch nicht da war, nur Sommerbereifung hat. Ich mein, es ist ja Fruehling, ne?
Gluecklicherweise sind die Jungs ja flexibel und ich erhielt einen Opel Combo (Hundefaenger auf Corsa-Basis) mit einem 1,7er Diesel und Winterreifen und das quasi zu Nullzeit (also sofort) und fuer einen guenstigeren Preis als ich fuer den Astra bezahlt haette. Was will man mehr?
Da ich versprochen hatte, vor dem Mittagessen in der Schweiz zu sein (270km/Strecke), begab ich mich auf dem kuerzesten Wege auf die Autobahn und versuchte, die winterreifen-induzierte Hoechstgeschwindigkeit von 190km/h so oft wie moeglich zu erreichen. Geschafft habe ich es effektiv nur einmal, und das wohl bergab mit Rueckenwind. Ansonsten pendelte sich das Tacho bei 180 ein (in einem richtigen Auto eine angenehme Reisegeschwindigkeit, in einem Combo stressig, aber ich hatte es ja eilig).
Irgendwo auf der A5 zog ich mir dann einen Steinschlag zu, der natuerlich auf Selbstbeteiligung geht, und an der schweizer Grenze eine Vignette. Nachdem ich zuerst in einem glorreichen Akt von Blindheit meine Ausfahrt verpasste und mich spaeterhin auch noch in dem Dorf, in das ich musste, dreimal verfahren hatte und nach dem Weg fragen musste, war ich dann doch um 11:15 Ortszeit vor Ort. Handy gezueckt, Kontaktperson angerufen, ein paar Minuten gewartet und schon kam er mit einem kleinen Karren mit dem Rechner drauf auf den Parkplatz. Kurz begruesst, ein bisschen geschnackt, das Biest in den Kofferraum gehievt (Junge, ist das Teil schwer!) und nach einer viertel Stunde war der Spuk vorbei und ich wieder auf dem Weg zur Grenze.
Da ich nun nicht mehr unter Zeitdruck stand, liess ich die Rueckfahrt gemaechlicher, sprich bei fahrzeuggemaesser Reisegeschwindigkeit von 130km/h, angehen.
Wieder in Stuttgart angekommen, musste ich erstmal die Tankreserveleuchte ausmachen, danach nach Hause fahren und den Rechner ausladen und - da ich ausser Basteln nichts weiter vorhatte, das Auto zurueckbringen.
Gegen 16:00 stand ich also wieder vor dem freundlichen Herren in der Autovermietung, der mich erstmal fragte, ob ich nicht eigentlich in die Schweiz wollte und was ich denn schon wieder hier mache. Nachdem ich ihm auch noch beichtete, dass ich unterwegs einen Steinschlag abbekommen hatte, bin ich, da ich eh schon in der Stadt war, gleich mal zum Tauschbuero gegangen und habe meine Slotys und Franken in harten, deutschen Euro getauscht *hust*. Anschliessend bin ich dann noch zu K&M geschlendert, um nachzuschauen, ob denn mein KVM-Switch inkl. Verkabelung endlich da sei. Ich verlies den Laden 37EUR leichter und zwei Tueten schwerer.
Da mein Fruehstueck nun doch schon einige Zeit zuruecklag, ueberlegte ich, wo ich mit moeglichst wenig Umweg einen Doener essen gehen koennte. Die Empfehlung eines Kumpels habe ich nicht mehr gefunden und mein Stammdoener war mir zu dem Zeitpunkt zu weit weg. Also machte ich mich auf den Weg zu einer Alternative, die mich bisher zwar weniger durch die Qualitaet aber doch zu einem gewissen Masse durch den Preis ueberzeugte. 2EUR fuer einen Doener waren bisher gar nicht so uebel. Nun ja, ich bezahlte 3,50EUR fuer einen Putendoener, der noch genauso schlecht schmeckte wie bisher. Ich weiss damit zumindest schonmal, wo ich nicht mehr essen gehe.
Zuhause angekommen, musste ich natuerlich gleich mal mein neues Spielzeug ausprobieren. Sicherheitshalber dachte ich, dass ich die Alpha doch mal an den Stromkreis der Waschmaschine anschliessen koennte, damit - falls die Elektrik dem Strombedarf des Biestes nicht gewachsen sein sollte - nicht gleich meine restlichen Verbraucher in Mitleidenschaft gezogen wuerden (eine Wohnung mit zwei Sicherungen ist echt toll!). Es war eine weise Entscheidung. Kaum dass ich den Stecker in die Steckdose steckte, flog die Sicherung. Kein Einschalten, kein nichts, nur die Verbindung zum Stromkreis hergestellt. Tolle Wurst. Als Uebeltaeter entpuppte sich bei genauerer Examinierung des Systems eines der beiden Netzteile. Nur wo bekomme ich jetzt so ein Powermodul zu einem vernuenftigen Preis her?
Egal, das war ja nun nicht das einzige Spielzeug, das an diesem Tage Einzug in meine Wohnung gehalten hatte. Da gab es ja noch den KVM-Switch. Da musste ich allerdings beim Auspacken feststellen, dass die Kabel nicht zum Switch passen, womit wir fuer am Ende des heutigen und bei der Ueberschrift des letzten Eintrages waeren:
Nur einmal mit Profis...

Bilder von dem Rechner gibt es uebrigens hier.

P.S.: Die Kosten fuer das Teil belaufen sich auf 1x Mietwagen, 1x Tanken, 1x Vignette und 1x Selbstbeteiligung fuer die Scheibe. Doch noch ein teurer Spass...

Dienstag, März 14, 2006

Nur einmal mit Profis...

Ab und an hat man ja Glueck. Moechte man zumindest meinen. So wie ich letztens, als ich durch Zufall in einem Forum herausfand, dass eine Firma im schoenen Basel vorhat, einige (sechs an der Zahl) Alpha-Server zu verschrotten. Sowas ist immer eine sehr guenstige Gelegenheit, qualitativ hochwertige Ware fuer die Nachwelt aufzubewahren.
Ich mich also unmittelbar mit dem Poster dieser Information kurzgeschlossen und ihm gesagt, dass er doch bitte zusehen soll, dass die Dinger nicht verschrottet werden und dass ich die persoenlich abholen kommen wuerde. Das war der Stand von vor zwei Wochen.
Der Leser mag sich fragen, was ich mit sechs Servern will, noch dazu welche, die jemand anderes ausgemustert hat. Nun, da ich einige Bekannte habe, die sich ebenfalls fuer die Rechner interessiert haetten, haette ich die Dinger einfach aus Basel abgeholt und meine Bekannten wiederum haetten ihre Rechner bei mir abgeholt. So waere jeder gluecklich gewesen. Meine koelner Connection hat sich sogar schon dafuer angeboten, sich den Passat Kombi seines Vaters zu schnappen und mit mir in die Schweiz zu fahren. Das waere dann diesen Freitag ueber die Buehne gegangen, nachdem die Baseler Connection die gesamte letzte Woche im Urlaub war.
Heute erhielt ich die schockierende Information, dass alle Rechner bis auf einen schon entsorgt seien. Jetzt werde ich mir also einen Mietwagen besorgen und morgen alleine nach Basel duesen. Echt schade, dabei hatte ich mich schon so auf meinen VMS-Cluster gefreut und meine Kumpels haetten sich ein zweites Loch in den... aeh... Kakao gefreut, endlich mal mit einer Alpha rumzuspielen und auf den Teilen auch Admin-Rechte zu besitzen.
Tja. Schade. Es gibt Tage, da verliert man und dann gibt es Tage, an denen die anderen gewinnen.
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Mittwoch, März 08, 2006

City of Trash

Ich habe vorgestern mal den Fehler gemacht, und mich in die Stadt gewagt. Stadt heisst in meinem Fall so viel wie Stuttgart. Wer die letzte Zeit nicht voellig unter einem Stein gelebt und ab und an mal in die Flimmerkiste oder tote Baeume geguckt hat, dem wird vielleicht nicht entgangen sein, dass in Stuttgart (wie auch anderswo) der oeffentliche Dienst streikt.
Mein Beruehrungspunkt mit dem Streik faengt bei mir in der Kueche an. Genauer: Am Abfalleimer. Der ist naemlich voll. Die Tuete daneben fuellt sich auch langsam aber unaufhoerlich. Warum ich den Muell nicht einfach rausbringe? Wuerde ich ja gerne, wenn ich wuesste, was ich dann vor der Tuer mit den Tueten soll )fuer andere Tuetchen haette ich vor der Tuer Verwendung, aber so?!?), denn die Muelltonnen sind auch bis zum Ueberquellen voll. Daraus laesst sich ableiten, dass die Dinger nun schon geraume Zeit nicht mehr abgeholt wurden und dass folglich die Muellabfuhr streikt.
So, nun wieder zurueck zu meinem Walk in the Park, der Schlenderei durch Stuttgart: Ich musste feststellen, dass selbst in der Koenigsstrasse, ihres Zeichens Einkaufs- und Flaniermeile Stuttgarts, die durch den Notdienst befahren wird, die gerade letztes Jahr neu installierten Muelleimer, welche zu allem Ueberfluss sogar noch ein unterirdisches Reservoir besitzen, aus allen Naehten platzen. In den Nebenstrassen haeufen sich die Muellberge. Alles in allem ein wirklich erbaulicher Anblick, der dem Herren fuer das kalte Wetter danken laesst.